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Migräne vs. Spannungskopfschmerz: So erkennst du den Unterschied

Migräne und Spannungskopfschmerz werden völlig unterschiedlich behandelt, aber oft verwechselt. So unterscheidest du sie anhand von Schmerzart, Symptomen und Auslösern.

Trackwell Team

Warum es wichtig ist, sie zu unterscheiden

Migräne und Spannungskopfschmerz sind die beiden häufigsten Kopfschmerzformen — und sie werden ganz unterschiedlich behandelt. Ein Spannungskopfschmerz spricht meist auf Ruhe und ein einfaches Schmerzmittel an; eine Migräne braucht unter Umständen ein Triptan, Trigger-Management und manchmal eine Prophylaxe. Wer das eine für das andere hält, behandelt sich monatelang falsch. Die gute Nachricht: Eine Handvoll Merkmale trennt die beiden zuverlässig.

Der schnelle Vergleich

MerkmalMigräneSpannungskopfschmerz
SchmerzartPochend, pulsierendDumpf, drückend, enges “Band”
LokalisationMeist einseitigBeide Kopfseiten
IntensitätMittel bis starkLeicht bis mittel
BewegungVerschlimmert sich bei AktivitätNicht durch Aktivität verstärkt
ÜbelkeitHäufigSelten
Licht-/GeräuschempfindlichkeitHäufigSelten (vielleicht eines, nicht beides)
AuraManchmalNie
Typische Dauer4–72 Stunden30 Minuten bis 7 Tage

Wenn dein Kopfschmerz einseitig ist, pocht, sich beim Treppensteigen verschlimmert und mit Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit einhergeht, handelt es sich weit eher um eine Migräne.

Die eine wichtigste Frage

Wenn du dir nur eine Frage stellst, dann diese: “Verschlimmert sich der Schmerz durch normale körperliche Aktivität?” Migräne wird durch Bewegung verstärkt — die Betroffenen wollen still in einem dunklen Raum liegen. Spannungskopfschmerz nicht; meist kannst du trotzdem weiterarbeiten. Dieses eine Merkmal trennt die beiden — kombiniert mit Übelkeit und Lichtempfindlichkeit — in den meisten Fällen.

Warum sich Menschen vertun

  • Eine Migräne ohne das klassische Pochen kann sich wie “nur ein schlimmer Spannungskopfschmerz” anfühlen.
  • Beide können durch Stress, schlechten Schlaf und ausgelassene Mahlzeiten ausgelöst werden — die Auslöser überschneiden sich also.
  • Viele Menschen haben beides — Spannungskopfschmerzen zwischen den Migräneattacken —, was das Bild verschwimmen lässt.

Genau deshalb schlägt eine schriftliche Aufzeichnung das Gedächtnis. Wenn du Schmerzart, Lokalisation, Übelkeit und die Frage notierst, ob Aktivität es verschlimmert hat, wird das Muster, das deine Migräne von deinen Spannungskopfschmerzen unterscheidet, innerhalb weniger Wochen offensichtlich. (Siehe unseren Leitfaden zum Erkennen deiner Trigger.)

Wann du zum Arzt gehen solltest

Geh umgehend zum Arzt, wenn ein Kopfschmerz plötzlich und heftig auftritt (“der schlimmste Kopfschmerz meines Lebens”), auf eine Kopfverletzung folgt, mit Fieber und Nackensteife einhergeht oder von Verwirrtheit, Schwäche oder Sehverlust begleitet wird. Das sind keine Merkmale einer gewöhnlichen Migräne oder eines Spannungskopfschmerzes.

Wie Trackwell dir beim Einordnen hilft

Der Trackwell-Migränetracker erfasst für jeden Kopfschmerztag Schmerzart, Lokalisation, Aktivitätseinfluss, Übelkeit sowie Licht-/Geräuschempfindlichkeit — genau die Merkmale, die Migräne von Spannungskopfschmerz unterscheiden — und fasst sie in einer Arzt-Zusammenfassung zusammen, damit das Muster bei deinem nächsten Termin klar erkennbar ist.

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